Rübenzucker

Wissenswertes

Die Zuckerrübe (Beta vulgaris altissima) ist eine durch besondere Züchtung aus der Runkelrübe hervorgegangene zuckerreiche Pflanze der gemäßigten Klimagebiete. Entdeckt wurde dies 1747 vom Berliner Naturwissenschaftler Andreas Sigismund Marggraf. Ihr Zuckergehalt, von durchschnittlich 7 – 8 % um 1850, wurde bis heute verdoppelt, ja bis auf 20 Prozent gesteigert. Die Speicherwurzel der Zuckerrübe liefert durch Auspressen oder Auslaugen und Eindicken ihres Saftes den gleichen Zucker wie das Zuckerrohr, nämlich Saccharose. 1843 kam der erste Würfelzucker auf den Markt – eine patentierte Erfindung von Zuckerfabrikdirektor Jakob Christoph Rad – Urururgroßvater des geschäftsführenden Gesellschafter der Firma Wartenberg & Co, Hans Langenbach. Es war der Beginn einer wichtigen Epoche von Modernisierung und Rationalisierung. Ab etwa 1850 wurde Zucker industriell hergestellt. Dadurch fiel der Zuckerpreis und Zucker entwickelte sich zum Lebensmittel des täglichen Bedarfs.
Zuckerrüben Rübenzucker
Rübenzucker besteht nahezu aus 100% reiner Saccharose. Saccharose ist ein Disaccharid, das aus den beiden Bausteinen Fruktose (Fruchtzucker) und Glukose (Traubenzucker) gebildet wird. In unserer Ernährung sind neben Saccharose viele weitere Zuckerarten, wie z. B. Maltose (Malzzucker) oder Laktose (Milchzucker) enthalten. Die breite Palette an Zuckerprodukten findet seine Anwendungen in der Produktion von Süßigkeiten und Backwaren, der Herstellung von Getränken und Konservenprodukten, in der Obstverarbeitung und bei Milchprodukten.
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